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Das Wort zum Sabbat

Vorsätze für das neue Jahr

Viele Menschen beginnen das weltliche neue Jahr mit guten Vorsätzen wie Abnehmen, mehr Bewegung, gesünderer Ernährung, mehr Zeit für Familie und Freunde, Sparsamkeit oder weniger Medienkonsum. Solche Vorsätze sind grundsätzlich positiv, da sie Motivation geben, längst geplante Veränderungen endlich anzugehen. Oft sind sie jedoch von der Hoffnung geprägt, dass mit dem Jahreswechsel automatisch ein neuer Anfang gelingt. Aussagen wie „Ab jetzt werde ich…“ oder „Ich werde nie wieder…“ sind vertraut, doch nicht selten scheitern diese Vorsätze schon nach kurzer Zeit.

Stellt sich der Frage, warum Menschen auf den Jahresbeginn warten, statt sofort zu handeln. Gerade bei tiefergehenden Problemen – insbesondere bei Sünden und inneren Haltungen, die eine Beziehung zu Gott belasten – ist Aufschieben gefährlich. Denn niemand weiß, wie viel Zeit ihm bleibt. Dies wird durch den Bibelvers verdeutlicht:

„Ihr wisst ja noch nicht einmal, was morgen sein wird! Was ist denn schon euer Leben? Nichts als ein flüchtiger Hauch, der – kaum ist er da – auch schon wieder verschwindet“ (Jakobus 4,14; HFA).

Entscheidend ist daher nicht äußerliche Veränderung oder das Erreichen persönlicher Ziele, sondern der Zustand der Beziehung zu Gott. Pläne für „morgen“ oder „ab nächster Woche“ helfen nicht, wenn man Gott begegnet. Wahre Umkehr und Veränderung müssen im Hier und Jetzt geschehen – nicht irgendwann.

Darüber hinaus geht es beim christlichen Leben nicht nur um einen guten Start, sondern um Ausdauer und Treue. Wer sich entschieden hat, Gott zu dienen, kann nicht einfach wieder aufhören, wenn es schwierig wird. Anders als bei menschlichen Vorsätzen kommt die Kraft dazu nicht aus eigener Anstrengung, sondern von Gott selbst. Diese Hoffnung wird durch einen weiteren Bibelvers unterstrichen:

„Aber alle, die ihre Hoffnung auf den HERRN setzen, bekommen neue Kraft. Sie sind wie Adler, denen mächtige Schwingen wachsen. Sie gehen und werden nicht müde, sie laufen und sind nicht erschöpft“ (Jesaja 40,31; HFA).

Gott ruft Menschen dazu auf, täglich ihr Kreuz auf sich zu nehmen und ihm konsequent nachzufolgen (Lukas 9,23). Diese tägliche Hingabe ist keine Frage des Datums, sondern des Gehorsams. Wer seine Kraft aus Gott schöpft, kann echte Veränderung erleben und am Leben Christi teilhaben. Ergreifen wir also unsere Chance, heute zu überwinden – nicht, weil Neujahr ist, sondern weil Gott uns aufgerufen hat, jeden Tag unser Kreuz auf uns zu nehmen!

Jeder Tag ist eine von Gott geschenkte Gelegenheit, richtig zu handeln, sich zu freuen und neu zu beginnen:

„Dies ist der Tag, den der HERR gemacht hat! Seien wir fröhlich und freuen wir uns in ihm!“ (Psalm 118,24; ELB).

Wahre Veränderung beginnt nicht am 1. Januar, sondern heute. Nicht menschliche Vorsätze, sondern tägliche Hingabe an Gott, ehrliche Umkehr und Vertrauen auf seine Kraft führen zu dauerhaftem Leben und geistlichem Wachstum.

In diesem Sinne wünsche ich allen einen gesegneten Sabbat.

Wim Dekker

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