Das Wort zum Sabbat
Fest gegründet in einer wankenden Welt
Wir leben in einer Zeit, in der vieles ins Wanken geraten ist. Wahrheiten werden relativiert, Werte verschoben, Vertrauen erschüttert. Gerade in einer solchen Welt erinnert uns der Sabbat daran, worauf wir gebaut sind und wem wir gehören.
Die Gemeinde Gottes hat kein anderes Fundament als das, welches Gott selbst gelegt hat. Die Heilige Schrift sagt uns klar: „Denn einen anderen Grund kann niemand legen als den, der gelegt ist, welcher ist Jesus Christus.“ Dieses Fundament zeigt sich ganz konkret in Gottes Geboten, im Sabbat und in seinen Festzeiten. Sie sind kein Relikt der Vergangenheit, sondern ein lebendiger Ausdruck von Gottes Wahrheit – auch heute, vielleicht mehr denn je.
Der Sabbat ruft uns zurück zu den wahren Werten unseres Schöpfers. Er lädt uns ein, unser Leben nicht nach dem Maßstab dieser Welt auszurichten, sondern nach Gottes Willen. In einer Gesellschaft, die Leistung, Eile und Selbstverwirklichung verherrlicht, sagt Gott: „Halte inne. Vertraue mir. Heilige diesen Tag.“
So wird der Sabbat zu einem Bekenntnis: Gott steht an erster Stelle.Doch dieses Leben im Gehorsam ist nur möglich, wenn wir lernen, Zweifel abzulegen und Gott vollständig zu vertrauen. Vertrauen heißt nicht, alles zu verstehen, sondern sich dennoch festzuhalten. Der Sabbat lehrt uns genau das: Wir ruhen nicht, weil alles erledigt ist, sondern weil Gott treu ist.
Gleichzeitig ist der Sabbat kein einsamer Weg. Gott hat uns als Gemeinschaft von Geschwistern berufen. Gemeinsam wachsen wir in Erkenntnis, ermutigen einander, tragen einander und bauen uns gegenseitig auf. In einer zersplitterten Welt ist die Gemeinde Gottes ein Ort der Beständigkeit, der Wahrheit und der Liebe.
Dieses gemeinsame Wachstum braucht Festigkeit und Durchhalten. Die Schrift erinnert uns immer wieder daran, standhaft zu bleiben, nicht müde zu werden, auch wenn der Weg lang ist. Der Sabbat ist dabei wie ein wöchentlicher Anker: Er richtet unseren Blick neu auf Gottes Verheißung, dass sein Reich kommen wird – nicht nur im Himmel, sondern sichtbar auf Erden.
So ist der Sabbat mehr als ein Ruhetag. Er ist ein Zeichen der Hoffnung, ein Vorgeschmack auf das kommende Königreich Gottes. Jede Sabbatruhe ist ein stilles Zeugnis: Gott regiert. Seine Wahrheit bleibt. Sein Reich kommt.
Möge dieser Sabbat uns neu festigen im Glauben, stärken in der Gemeinschaft und ermutigen im Vertrauen – bis der Tag kommt, an dem Gottes Königreich vollendet Realität wird.
Herzlichst, Kurt Buehler