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Das Wort zum Sabbat

Das Evangelium predigen: die Saat säen

Vor wenigen Tagen zu Pfingsten wurden wir an die Geburtsstunde der neutestamentlichen Kirche erinnert. Mit der Ausgießung des heiligen Geistes erfüllte Gott das Versprechen Jesu, wonach die Jünger "Kraft aus der Höhe" erhalten sollten (Lukas 24,49). Unmittelbar vor seiner Himmelfahrt, zehn Tage vor Pfingsten, verband Jesus diese Kraft mit dem Predigen des Evangeliums (Apostelgeschichte 1,6-8).

Zu Pfingsten wurde damit begonnen, die "Saat des Evangeliums" zu säen. Dabei predigen Männer des Glaubens voller Überzeugung das Evangelium vom Reich Gottes. Durch ihr Predigen wirkt Gott auf die Menschen ein, und der "Funke des Glaubens" springt dann durch ein Wunder auf einige der Zuhörer über. Sie fangen an, mit Gott zu wandeln, und ihn anzurufen (Römer 10,13-17). Das ist auch eine Kurzbeschreibung des "Jüngermachens" (Matthäus 28,18-20). In Matthäus 28, Verse 18-20 sehen wir die positive Erwartung Jesu: Seine Jünger werden das Evangelium predigen (im Glauben), und als Resultat wird es Menschen geben, die zu seinen Jüngern werden. Die neuen Jünger tragen dann selbst, als Teil der Gemeinde, zu diesem quasi Kreislauf des Evangeliums bei.

Seit Pfingsten im Jahr 31 n. Chr. gibt es nun diesen Kreislauf. Als Gemeinde bemühen wir uns heute, wie unsere Brüder und Schwestern in den vergangenen Jahrhunderten, um das Säen der Saat des Evangeliums. Ständig machen wir uns Gedanken über die Gestaltung und die "Verpackung" unserer Botschaft bzw. unserer "Produkte" ("Gute Nachrichten", Broschüren, Webauftritt usw.).

Vergessen wir aber niemals einen wichtigen Aspekt dieser Aufgabe, den Jesus in Matthäus 9, Verse 37-38 nannte: "Die Ernte ist groß, aber wenige sind der Arbeiter. Darum bittet den Herrn der Ernte, dass er Arbeiter in seine Ernte sende" (Hervorhebung durch uns).

Wann haben wir zum letzten Mal dafür gebetet? Wie oft beten wir dafür?

In diesem Sinn wünsche ich allen einen gesegneten Sabbat.

In christlicher Verbundenheit

Paul Kieffer

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