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Das Wort zum Sabbat – Archiv

– Artikel vom 02.03.2024 –

Die Wichtigkeit des Gehorsams

Unser ganzes Leben lang werden wir aufgefordert zu gehorchen. Ob es die Eltern sind, die uns sagen: "Heb das auf" oder "Tu das nicht", oder ob es die Regierung ist, die ein Gesetz erlässt — wir erkennen Gehorsam als einen notwendigen Teil des Lebens an. Und weil wir mit einem gewissen Sinn für den Zweck des Gehorsams aufgewachsen sind, wenden wir unsere weltlichen Vorstellungen von Gehorsam auf unsere Beziehung zu Gott an. Wir sehen die Gebote der Heiligen Schrift oder spüren den Einfluss des heiligen Geistes und nehmen einen ähnlichen Befehlston wahr.

Das Problem, wenn wir ein weltliches Verständnis von Gehorsam in unsere Beziehung zu Gott bringen, ist, dass niemand, wie liebevoll er auch sein mag, so für uns sorgen kann und wird wie unser himmlischer Vater. Egal wie gut der Gesetzgeber, die Eltern, die Freunde oder die Lehrer sind, niemand kennt uns so gut wie Gott.

In Jesaja 1, Vers 19 lesen wir eine Verheißung Gottes: "Wollt ihr mir gehorchen, so sollt ihr des Landes Gut genießen." Gott bittet uns, ihm zu gehorchen, denn sein Plan dient uns immer zum Besten. Er sieht, was vor uns liegt. Er kennt die möglichen Gefahren oder Früchte unseres Tuns. Und wie ein guter Hirte sehnt er sich danach, uns in ein unglaublich reiches Leben zu führen, das mit allen Gütern seines Reiches erfüllt ist.

Wenn wir jemals den Reichtum des herrlichen Erbes erfahren wollen, das Gott für uns bereithält, müssen wir lernen, ihm zu vertrauen und zu gehorchen. Gott kann uns nur dann zu stillen Wassern und fetten Weiden führen, wenn wir bereit sind, ihm zu folgen. Wir können seine Liebe nicht im vollen Maß erfahren, wenn wir nicht auf seine liebende Güte vertrauen. Er kann uns nicht den Weg in Liebe weisen, wenn wir nicht darauf vertrauen, dass er so nahe ist, wie sein Wort es verspricht. Und er kann die tiefe Sehnsucht unseres Herzens nicht stillen, wenn wir nicht darauf vertrauen, dass sein Vorhaben mit uns unsere Sehnsucht wirklich stillen wird.

1. Samuel 15, Vers 22 lesen wir die Worte des Propheten Samuel: "Meinst du, dass der Herr Gefallen habe am Brandopfer und Schlachtopfer gleichwie am Gehorsam gegen die Stimme des Herrn? Siehe, Gehorsam ist besser als Opfer und Aufmerken besser als das Fett von Widdern." Gott sehnt sich danach, aus uns Kinder zu machen, die ihm schnell gehorchen. Er sehnt sich nach unserem Gehorsam, weil er uns wirklich ein Leben in Fülle wünscht, das nur aus einem Grundvertrauen in seine Güte erwachsen kann.

Vertrauen ist immer ein Prozess. Gott erwartet nicht, dass wir ihm völlig vertrauen, bevor wir ihn nicht wirklich kennen gelernt haben. Um seine Liebe und Güte so kennen zu lernen, dass daraus Vertrauen erwächst, müssen wir uns täglich Zeit nehmen, unsere Beziehung zu ihm zu entwickeln. Wenn Sie die Früchte des Gehorsams und des Vertrauens erfahren wollen, müssen Sie sich die Zeit nehmen, Ihren himmlischen Vater kennen zu lernen. Wenn Sie das Gefühl haben, Ihren eigenen Weg zu gehen, brauchen Sie ein festes Fundament, das auf der Erkenntnis der Güte Gottes und seines Wortes beruht. Seien Sie geduldig mit sich selbst und richten Sie Ihr Leben darauf aus, eine engere Beziehung zu Ihrem himmlischen Vater aufzubauen.

Nehmen wir uns die Zeit, um darüber nachzudenken, warum wir Gottes Wort nicht immer ganz gehorchen. Jesus fragte: "Warum heißt ihr mich Herr, Herr, und tut nicht, was ich euch sage?" (Lukas 6,46). Welche Zweifel nagen in unserem Herzen? Warum vertrauen wir nicht ganz darauf, dass er immer für uns da ist? Vertrauen wir darauf, dass er halten wird, was er verspricht. Mögen wir das Leben in Fülle erfahren, das aus dem vorbehaltlosen Gehorsam gegenüber unserem liebenden himmlischen Vater erwächst!

In diesem Sinn wünsche ich allen einen gesegneten Sabbat.

In christlicher Verbundenheit

Paul Kieffer

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