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Das Wort zum Sabbat – Archiv

– Artikel vom 26.07.2025 –

Berge mit einer Botschaft

Wir können mit großer Freude auf ein sehr gelungenes Kirchenlager in den Schweizer Alpen zurückblicken. Herzlichen Dank an alle, die dies ermöglicht und zu diesem Erfolg beigetragen haben. Die Gemeinschaft in Harmonie mit der göttlichen Schöpfung machte die Woche zu einem unvergesslichen Erlebnis.

Am Sonntag den 13. Juli trafen die Teilnehmer aus den USA, Kanada, Großbritannien, Australien, den Niederlanden, Österreich, Deutschland und der Schweiz ein. Es folgte ein Rundgang auf der Alp, und viele waren überrascht von den beeindruckend nahen Bergen, für die die Schweiz bekannt ist. In der Bibel wird auch viel über Berge und bestimmte Ereignisse gesprochen, die dort stattfanden. Der wohl bekannteste Berg in der Bibel ist der Berg Zion, der in Jesaja 2 auch der Berg des Hauses des HERRN genannt wird:

"Und es wird geschehen am Ende der Tage, da wird der Berg des Hauses des HERRN fest stehen als Haupt der Berge und erhaben sein über die Hügel. Und alle Nationen werden zu ihm strömen, und viele Völker werden hingehen und sagen: Kommt, lasst uns hinaufziehen zum Berg des HERRN, zum Haus des Gottes Jakobs, dass er uns aufgrund seiner Wege belehrt und wir auf seinen Pfaden gehen! Denn von Zion wird Weisung ausgehen und das Wort des HERRN von Jerusalem" (Jesaja 2,2-3; Elberfelder Bibel).

Andere bekannte Berge sind der Berg Sinai, auf dem Moses die Zehn Gebote empfing, und der Berg Moria, auf dem Abraham bereit war, Isaak, seinen Sohn der Verheißung, zu opfern, aber im letzten Moment von Gott daran verhindert wurde.

Berge haben in der gesamten Bibel eine bedeutende symbolische Bedeutung und stehen oft für Nationen oder Königreichen, für göttliche Gegenwart, Offenbarung und geistiche Erhebung. Sie dienen als Schauplatz für entscheidende Ereignisse und Begegnungen mit Gott und veranschaulichen seine Majestät, Autorität und die Bundesbeziehung zu seinem Volk.

In einer der Bibelstudien, die während des Lagers in der Schweiz abgehalten wurden, haben wir uns mit zwei anderen Bergen beschäftigt, die namentlich in der Bibel erwähnt werden. Nämlich der Berg Garizim und der Berg Ebal. Gott trug den Israeliten auf, nach dem Einzug in das Gelobte Land Segen vom Berg Garizim und Fluch vom Berg Ebal auszusprechen:

"Und es soll geschehen, wenn der HERR, dein Gott, dich in das Land bringt, in das du kommst, um es in Besitz zu nehmen, dann sollst du den Segen auf dem Berg Garizim erteilen und den Fluch auf dem Berg Ebal" (5. Mose 11,29; Elberfelder Bibel).

In Josua 8 werden diese beiden Berge erneut erwähnt:

"Damals baute Josua dem HERRN, dem Gott Israels, einen Altar auf dem Berg Ebal, wie Mose, der Knecht des HERRN, den Söhnen Israel geboten hatte, wie im Buch des Gesetzes des Mose geschrieben steht, einen Altar von unbehauenen Steinen, über denen man kein Eisen geschwungen hatte. Und sie brachten darauf dem HERRN Brandopfer dar und schlachteten Heilsopfer. Und er schrieb dort auf die Steine eine Abschrift des Gesetzes des Mose, die er vor den Söhnen Israel geschrieben hatte. Und ganz Israel sowie seine Ältesten und Aufseher und seine Richter standen an dieser und an jener ?Seite? der Lade, den Priestern, den Leviten gegenüber, die die Lade des Bundes des HERRN trugen, der Fremde wie der Einheimische, die eine Hälfte gegen den Berg Garizim hin und die andere Hälfte gegen den Berg Ebal hin, wie Mose, der Knecht des HERRN, vormals geboten hatte, das Volk Israel zu segnen. Danach las er alle Worte des Gesetzes, den Segen und den Fluch, ganz wie es im Buch des Gesetzes geschrieben steht. Es war kein Wort von allem, was Mose geboten hatte, das Josua nicht der ganzen Versammlung Israels vorgelesen hätte, ebenso den Frauen, den Kindern und dem Fremden, der in ihrer Mitte lebte" (Josua 8,30-35; Elberfelder Bibel).

Beachten Sie, dass in diesem Abschnitt steht, dass der Berg Ebal der Ort war, an dem der Altar errichtet wurde und Opfer dargebracht wurden – obwohl es der Berg des Fluchs war. Wie ist das zu verstehen, wie lässt sich das erklären?

Weil die Opfer, die auf dem Berg Ebal gebracht wurden, ein Vorzeichen dafür waren, dass Jesus Christus den Fluch auf sich nahm, damit wir den Segen empfangen konnten:

"Christus hat uns losgekauft von dem Fluch des Gesetzes, indem er ein Fluch für uns geworden ist – denn es steht geschrieben: »Verflucht ist jeder, der am Holz hängt!«" (Galater 3,13; Elberfelder Bibel).

Die Zeremonie auf den beiden Bergen Garizim und Ebal war damals eine öffentliche Verlesung und Bekräftigung des Gesetzes Gottes und ein Aufruf, sich an Gottes Wort zu erinnern. Diese Zeremonie hat aber auch für uns immer noch Bedeutung, da sie uns dazu anregt, Gottes Wort zu erinneren, zu schätzen, zu studieren und nach ihm zu leben, da es die Grundlage dafür bildet, seinen Willen zu erkennen und uns daran erinnert, dass Jesus Christus für uns ein Fluch geworden ist und dass uns durch sein Opfer der größte Segen, das ewige Leben, zuteil geworden ist.

In diesem Sinne wünsche ich allen einen gesegneten Sabbat.

Wim Dekker

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