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Frühlingsfest 2007 am Bodensee mit Laubhüttenfest-Atmosphäre

Meersburg-Ansichten Vom Sonntag, den 1. April bis zum Dienstag, den 3. April 2007 feierten die Geschwister der deutschsprachigen Schweiz zusammen mit der Gemeinde Stuttgart und Gästen aus den Gemeinden München und Berlin in Meersburg das Passah, den Auszugsabend sowie den ersten Tag der Ungesäuerten Brote.

Unerwartete und ganz besonders herzlich begrüßte Gäste waren Johannes und Susanne Müller aus Ohio (USA), die via Zürich „eingeflogen“ waren und dazu ihre Tochter Marianne mitbrachten, die noch bis Mai in der Schweiz bis zum Ende ihres Studiums bleiben wird.

Es waren erlebnisreiche, stärkende und wunderbare Tage in der Gemeinschaft der Geschwister. Zum Gesamtgelingen trug auch das milde, sonnige Frühlingswetter bei und das Flair des alten Stadtbildes von Meersburg mit der Seepromenade, wobei zusätzlich eine üppige Frühlingsbepflanzung im ganzen Ort das ihre dazu beitrug.

Gästehaus Ganz besonders dankbar dürfen wir sein, daß Familie Jürgen Erz ihr gesamtes „Becker´s Gästehaus“ für diese Aktivität zur Verfügung stellte, und daß Jürgen sich so professionell um alle Speisen und Aktivitäten-Räumlichkeiten gekümmert hatte, so daß für uns Gäste alles streßfrei und harmonisch ablief. Durch sein Verhandlungs­geschick konnte er für die reichlich gebotenen physischen Genüsse einen sehr guten Preis mit den Gastronomen aushandeln, so daß diese Tage auch für die größeren Familien erschwinglich waren.

Das Gästehaus der Familie Erz liegt in der Meersburger Oberstadt mit Bodensee-Ausblick vom Frühstücksraum unterm Dach, in dem wir uns gemeinsam beim Eröffnungs-Buffet und beim Frühstück stärken konnten.

Am Sonntagabend fand dann dort auch das Passah statt; auch hier hatte Familie Erz die dazu notwendigen Vorbereitungen und Umbauarbeiten sehr gut gelöst. Nach dem feierlichen Gedächtnismahl an Jesu Opfer, das er für uns und die gesamte Menschheit brachte, hatten fast alle nur einen kurzen Weg in ihre Quartiere.

Am Montag standen verschiedene Ausflüge auf dem Programm: so startete eine Gruppe über den Bodensee in Richtung Konstanz zur Blumeninsel Mainau und eine andere Gruppe teils per PKW und teils zu Fuß in das ca. 8 km entfernte Uhldingen.

Dort erwartete uns direkt am Seeufer das Pfahlbaumuseum mit 23 Pfahlbauhäusern aus der Stein- und Bronzezeit (4000 bis 850 v. Chr.), die nach Ausgrabungen rekonstruiert wurden und anschließend das Reptilienhaus, das besonders für unsere Jüngsten hautnahen Kontakt mit Schlangen und Echsen bot.

Zur Mittagsjause saßen wir alle auf der Terrasse eines Fisch-Kioskes und ließen uns noch einmal köstliche Fisch-Semmeln munden mit Original-Bodenseefisch.

Essen beim Auszugsabend Mit Sonnenuntergang gegen 20.15 Uhr begann der Auszugsabend in der „Alten Post“ in Meersburg, die für uns reserviert war. Nach einem Gebet und einer kurzen Schriftlesung mit Erläuterungen durch Johannes Müller wurde allen Beteiligten noch einmal klar die wichtige Bedeutung dieses Abends vor Augen geführt. Für den Wirt mit seinem Servierpersonal war es das erste Mal, daß er mit diesem Thema konfrontiert wurde.

Nach dem 3-Gang-Menü mit mehreren Wahlmöglichkeiten wurde noch ein Eisbecher mit Waffel serviert. Als der Chef des Hauses sah, daß wir alle die Waffel zur Seite legten, entschuldigte er sich mehrmals, daß er es übersehen hatte, daß es sich hier um „Sauerteig“-Gebäck handelt.

Es war insgesamt ein sehr gelungener Auszugsabend, so daß die letzten erst kurz vor Mitternacht den Aufstieg und die endlosen Stufen aus der Unterstadt in Richtung Quartier in Angriff nahmen.

Versammlungsraum Der Dienstag als erster Tag der Ungesäuerten Brote begann mit einem ausgiebigen gemeinsamen Frühstück. Danach ging es wiederum zu Fuß in den „Klosterkeller“, unserem Versammlungsraum, ein herrliches altes Gewölbe im alten Meersburger Ortskern. Einige Schweizer Geschwister waren noch mit der Fähre angereist, so daß pünktlich 11.00 Uhr die Festversammlung mit 55 Teilnehmern begonnen werden konnte.

Unser Gast aus den USA, Johannes Müller, gab die Kurz- und die Hauptpredigt, diese insbesondere zum Thema - im Vergleich zum alten Israel -, ob wir Ägypten (= diese Welt) wirklich verlassen haben, nicht nur physisch, sondern insbesondere geistlich-emotionell, indem er eine Reihe von Aspekten unseres Verhaltens hierzu als wichtige Analysefaktoren aufführte.

Klavierbegleitung Die musikalische Umrahmung dieses Gottesdienstes lag in den Händen unserer Jugend, angefangen von der dynamischen Klavierbegleitung zum Gesang der Festgemeinde bis zu den Musikeinlagen - Klavier 4händig mit Gesang und eine junge Harfenistin mit Eigenkompositionen.

Harfen-Spielerin Der mit voller Kraft gesungene und im Gewölbe­keller akustisch brillant klingende Schluß­gesang „Vorwärts Christi Streiter …“ machte allen klar, daß ein wichtiger Teil des Festtages schon wieder zu Ende ging.

Essen beim Auszugsabend Zum Festessen ging es dann nur wenige Schritte weiter in den ältesten Gasthof Meersburgs, in den „Zum Bären“, wo wir köstlich bewirtet wurden und ausgiebig Gemeinschaft pflegen konnten.

Nach einem Nachmittagsspaziergang und kurzer Kaffeepause brachen die ersten in Richtung ihrer Heimatorte auf, während wir mit einigen Schweizern den Abend noch in einem Promenadenrestaurant am Seeufer genossen. Mit der untergehenden Sonne verließen auch sie den Festort per Fähre über den Bodensee in Richtung Schweiz.

Einhellig Meinung aller: auch in 2008 sollten in Meersburg wieder die Frühlingsfesttage gehalten werden.

Rainer Barth